Norwegen 2017 Teil 2

…So jetzt sind wir auf den Lofoten – was macht man dort im Süden als ersten? Genau man fährt nach A 😉 A ist ein kleiner Ort mit ca. 100 Einwohner am südlichsten Zipfel der Lofoten und dort startet auch die Strasse E10 die einmal über die Lofoten führt.

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Da das Wetter nun doch besser wurde und die Sonne in vollen Zügen schien machten wir noch einen kleinen Bummel durch die kleine Ortschaft Reine. Der Blick auf Reine ist ein beliebtes Fotomotiv, das für Titelseiten vieler touristischer Broschüren und Bücher verwendet wird.

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Anschließend suchten wir noch einen schönen Campingplatz. Allerdings war es auf den Lofoten schwerer einen freien Campingplatz zu bekommen. Erst auf dem 2. angefahrenen Platz konnten wir noch einen freien Stellplatz bekommen. Man merkt schon dass die Lofoten ein sehr beliebtes touristisches Ziel sind.

Unser Campingplatz Skagen Camping in Ramberg (http://www.skagencampinglofoten.com) war aber sehr schön und wir hatten einen tollen Standplatz direkt am wunderschönen weißen Sandstrand. Wir genossen den Abend mit einem tollen Essen, einer guten Flasche Wein und ein paar Runden mit dem Brettspiel „Malefiz“.

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Dieser Abend war sehr schön da die Sonne auch nicht mehr unterging. Wir hatten die ganze Nacht Sonnenschein. Diese tolle „Erfindung“ werden wir die nächsten Tage noch sehr in unsere Herzen schließen. Es ist einfach toll wenn man Nachts um 1 noch die Sonne am Himmel stehen hat.

Tag 8

Heute starteten wir den Tag ganz Entspannt. Die großen Entfernungen haben wir hinter uns gelassen – auf den Lofoten werden die Wege kürzer.

Nach einer kurzen Überlegung was wir heute unternehmen wollen sind wir nach Nusfjord gefahren. Nusfjord ist ein kleines Fischerdorf das heute vorwiegend als Freilichtmuseum genutzt wird. Nachdem wir eine Eintrittsgebühr von ca. 5,- € pro Person bezahlt hatten konnten wir das Dorf besuchen. Wir waren aber irgendwie Enttäuscht. Es war alles sehr auf Tourismus ausgelegt und wir waren dann auch nur sehr kurz in diesem Dorf.

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Anschließen wanderten wir noch auf einen Berg bei Ballstad.

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Da wir heute nicht mehr viel vor hatten überlegten wir wo wir die nächste Nacht verbringen könnten. In unserem Wohnmobilreiseführer wurde der Wohnmobilstellplatz Eggum sehr gelobt. Von diesem Platz kann man die Mitternachtssonne sehr toll sehen. Gegen 17 Uhr waren wir dann auch auf diesem Platz aber die schönsten Plätze waren bereits alle belegt. Wir hätten nur noch einem Stellplatz ohne Meersicht gefunden aber so richtig hat uns dass dann doch nicht gefallen. Nach etwas längerem hin und her haben wir uns dann entschlossen ca. 30 km zurück auf den Surfer Stellplatz in Unstad zu fahren. Der Stellplatz lag in einer wunderschönen Bucht und wir haben auch einen tollen Platz für unseren Bus gefunden.

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Denn Abend verbrachten wir heute eigentlich nur mit kochen. Es gab Pfannenkuchen und da wir jeden Pfannenkuchen einzeln in nur einer Pfanne zubereiteten verbrachten wir bestimmt 3 Stunden mit Kochen und Essen. Aber es hat sehr geschmeckt. Nach dem Essen schauten wir bei einer Flasche Wein (die Vorräte gingen langsam aus) auf die wunderschöne Abendsonne und aufs Meer – was kann es schöneres geben.

Pünktlich Mitternacht versammelten sich die Surfer bei strahlendem Sonnenschein im Meer und surften noch ein paar Wellen. (Ich glaub ich muss auch mal dass Surfen probieren – hab richtig Lust darauf bekommen 😉

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Tag 9

Heute haben wir auch wieder länger geschlafen. Durch die Mitternachtssonne verschiebt sich auch der ganze Tagesablauf. Man bleibt länger wach und schläft dafür auch länger.

Da wir heute mal wieder eine Wanderung unternehmen wollten starten wir um halb 12 ins ca. 25 km entfernte Uttakleiv. Dort gibt es eine relativ leichte Wanderung die erst immer parallel der Küste um einen Berg führt. Als Rückweg gibt es dann 3 Möglichkeiten – man kann den selben Weg  – durch einen Straßentunnel – oder über den Berg wieder zurück wandern. Wir haben uns nach der einfachen Küstenwanderung für den Berg entschieden (ein paar Höhenmeter müssen ja noch sein 🙂

Die Highlights auf der Wanderung waren die freilaufenden Schafe – man hat sie überall gesehen. Sei es unter einer Parkbank, faul am Strand im Sand liegend oder aber auch am steilsten Berghang – wir hatten immer wieder Angst um die kleinen Schafkinder dass sie im steilen Gebirge den Berg runterfallen. Aber ich glaube die sind dass gewohnt.

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Das Ziel der Küstenwanderung war der wunderschöne Sandstrand Haukland Beach. Dieser Strand kann es wirklich mit einem Südseestrand aufnehmen – weisser Sand wohin das Auge blickt – nur die Temperaturen erinnern einen wieder daran dass man ca. 200 km oberhalb des Polarkreises ist.

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Anschließend ging es dann in steilen Serpentinen über die Bergscharte wieder zurück nach Uttakleiv. Diese Wanderung ist eine sehr schöne, nicht zu schwierige, Tour die ich empfehlen kann.

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So, da wir, oder besser gesagt Selina, heute noch Wäsche waschen wollte entschieden wir uns noch bis zum Campingplatz Sandvika Fjord- Og Sjohuscamping in Kabelvag zu fahren. Unterwegs haben wir noch ein trampendes Backpacker Paar aus Schweden mitgenommen. Unsere gemeinsame fahrt dauerte ca. 1 Stunde und wir, vor allem Selina, konnte sich mal wieder gut in Englisch üben – ich musste mich ja auf die Strasse konzentrieren 😉

Als wir dann gegen halb 6 am Campingplatz ankamen war das Wetter nicht so gut und wir überlegten noch ob sich dass waschen auch wirklich lohnt – wir mussten ja alles im freien trocknen. Aber da es nicht regnete versuchten wir es einfach. Ich konnte mir gar nicht vorstellen dass so eine Wäscherei den ganzen Abend und bestimmt 15,- € in Anspruch nehmen kann. Immer wieder mussten wir nachsehen ob unsere Maschine schon fertig ist – aber es ging noch mehr Campern so und somit haben wir eine Waschfreundin aus Kristiansand kennengelernt. Die Wäsche kam patschnass aus der Maschine und wäre bestimmt in 3 Tage nicht trocken geworden, also schmissen wir noch alles in den Trockner. Da aber selbst der Trockner nicht alles trocken bekam spannten wir noch die verschiedensten Trockenleinen am und im Bus auf – wir waren wie eine rollende Wäscheleine und ein Trockenraum. Als wir ins Bett gingen war die meiste Wäsche dann aber trocken und es mussten nur noch ein paar wenige Teile für die Nacht im Bus trocknen. Gute Nacht.

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Tag 10 tschüss Lofoten – hallo Vesteralen

Heute müssen / wollen wir uns von den Lofoten leider verabschieden und weiter auf die Vesteralen fahren. Da der Tag heute mit Regen beginnt fahren wir für einen kleinen Einkaufsbummel nach Svolvaer. Im Amfi Einkaufszentrum finden wir dann auch eine Vinmonopolet Weinhandlung und füllen unseren Weinbestand mal wieder etwas auf.

(In Norwegen kann man Weine und härtere alkoholische Getränke nur im staatlichen Vinmonopolet Markt kaufen. Die Preise sind im Gegensatz zu Deutschland sehr teuer aber es macht auch echt Spass die vielen verschiedenen Weinmarken anzuschauen und dort den einen oder anderen tollen Wein einzukaufen.)

Nachdem wir unser letztes Bargeld für Wein ausgegeben hatten machten wir uns auf die Suche nach einem Geldautomaten. Wir fuhren mit dem Auto Richtung Hafen und haben dort auch einen Automaten sowie, hmm wie lecker, eine Peppes Pizza Pizzeria gefunden. Da es gerade Essenszeit war haben wir uns eine 2 Personen-Pizza für ca. 25,- € gegönnt. Lustig war auch dass wir in dieser Pizzeria unsere Waschfreundin aus Kristiansand wieder getroffen haben 😉 Nachdem wir wieder am Auto waren entdeckten wir, oh weh, noch einen Strafzettel wegen Falschparkens hinter dem Scheibenwischer. Ich war mir von Anfang an sowieso unsicher ob man da Parken darf, aber es standen auch andere Autos an dieser Stelle und so sind wir dort auch stehen geblieben. Naja jetzt war halt das Pizza essen um ca. 65,- €! 😦 teurer geworden. Aufregen bringt ja nichts, vor allem im Urlaub.

Unsere Fahrt führte uns dann heute noch weiter über Sortland (Vesteralen) bis auf den Wohnmobilstellplatz Hovden Kirkegard. Der Stellplatz war irgendwie gar nicht einladend – was aber vor allem am nebligen und regnerischen Wetter lag – und wir überlegten uns schon weiter zu fahren. Da es aber mittlerweile schon 18 Uhr war entschlossen wir uns doch zu bleiben. Ich unternahm dann noch einen kleinen Spaziergang ans Meer. Die Ortschaft war irgendwie schon sehr gespenstisch viele verlassene Häuser und Vogelscheuchen und wir waren froh dass sich noch ein paar Wohnmobile zu uns gesellten. Gegen später kam dann noch die Sonne raus und der Strand wirkte zugleich viel schöner. Am Strand waren auch viele lustige Vögel und wir hatten echt Spass die Tiere zu beobachten.

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Nach einem guten Essen und einer „norwegischen“ Flasche Wein gingen wir dann auch ins Bett.

Tag 11

Gegen 11 Uhr sind wir dann weiter wieder über Sortland bis nach Andenes gefahren. Die Fahrt dauerte ca. 3 Stunden und wir sind 150 km gefahren. Andenes ist ein kleiner Ort mit ca. 2600 Einwohner am nördlichen Ende der Vesteralen. Andenes ist vor allem für Whale Watching bekannt da kurz nach der Küste die Meerestiefe bereits auf 1000 m abfällt. Nachdem wir uns für einen der vielen Whale Watching Anbieter entschieden hatten buchten wir unser Abenteuer für den nächsten Tag.

Im nächsten Supermarkt kauften wir noch unsere Lebensmittel für das Abendessen und sind dann auf den Midnattsol Camping nach Bleik gefahren (http://www.midnattsolcamping.com/de). Der Campingplatz liegt am größten Sandstrand, 2,5 km länge, des Nordens. Den Abend verbrachten wir wie so oft mit Kochen, Essen, Spielen und einer guten Flasche Wein am weissen Sandstrand in der Mitternachtssonne.

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Tag 12 Whale-Watching

Heute morgen sind wir mit gemischten Gefühlen wieder nach Andenes zu unserer Whale-Watching Agentur gefahren. Wir freuten uns sehr auf dieses Abenteuer hatten aber auch etwas Angst vor der Schifffahrt. Aus vielen Erzählungen wussten wir dass es auf den Whale-Watching Booten seeeehr schaukeln kann. Aber das Wetter war gut und so überwiegten die guten Gefühle 😉

Um halb 1 mussten wir bei der Whalesafari (http://www.whalesafari.no/?lang=de) in Andenes sein. Dort wurden zuerst die Besucher in Sprachen unterteilt. Nach einer kleinen Erklärung wie man sich am besten auf den Schiffen zu verhalten hat damit man nicht Seekrank wird wurde man durch dass Walmuseum geführt. Die Führung dauerte ca. 1 Stunde nach einer kurzen Pause ging es dann endlich zu unserem Boot.

Wir waren auf der MS Reine ein 30 Meter langes ehemaliges Fischerboot. Die Reine ist mit Unterwassermikrofonen ausgestattet. Damit kann man die Klickgeräusche der Wale orten und die Wale finden.

In diesem Gebiet gibt es vor allem Pottwale zu sehen. Und wir hatten auch sehr Glück nach einer Stunde hatten wir unsere erste Walsichtung. Ca. 20 m von uns entfernt schwamm ein wunderschöner Pottwal. Der Pottwal war sehr lange an der Wasseroberfläche. Nach bestimmt 5 Minuten bereitete er sich dann wieder für den Tauchgang vor. Schwupps die hintere Flosse streckte sich „wunderschön“ in die Luft und der Wal tauchte wieder unter. So ein tolles, fantastisches Erlebnis hatte wir noch nie erlebt, wir waren richtig gerührt. Wie schön 🙂

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Unser Boot fuhr dann langsam weiter und keine viertel Stunde später war der 2. Wal in Sicht. Wieder ein Pottwal 🙂 Dieses Mal war der Wal auch wieder sehr nahe an unserem Boot. Er schwamm auch ganz ruhig eine Weile neben uns her und verabschiedete sich auch mit einer wunderschönen Schwanzflosse in die Tiefen des Ozeans.

Nachdem wir mittlerweile bestimmt 2 1/2 Stunden auf dem Meer waren entschloss sich unser Kapitän mit einer kurzen „we go back“ Ansage wieder Richtung Hafen zu fahren. Nach einer weiteren Stunde Fahrt erreichten wir freudestrahlend den Hafen.

Am Hafen angekommen mussten wir natürlich noch ein schönes Souvenir aus dem Wal-Shop kaufen.

Whalesafari Andenes kann man wirklich empfehlen. Auch wenn wir nur! 2 Pottwale gesehen haben hat sich der Ausflug mehr als gelohnt. Es war ein wunderschönes Erlebnis dass uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Den Abend verbrachen wir nochmal auf dem Camping Midnattsol in Bleik bevor es dann am nächsten Tag (leider) wieder langsam Richtung Heimat gehen soll.

Tag 13

So, unsere letzte Nacht im hohen Norden ist vorüber – es geht wieder Richtung Süden. Wir haben lange überlegt ob wir den Rückweg durch Schweden oder aber wieder die gleiche Strecke über Norwegen zurück fahren sollen.

Wir haben uns für Norwegen entschieden. Uns haben die endlosen Weiten in Norwegen einfach so gefallen dass wir sie nochmal erleben wollten.

So führte heute unser Weg von Andenes über Sortland nach Lodingen auf die Fähre nach Bognes

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Weiter geht es im Teil 3 (ist noch in Arbeit)

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